Lese Vollmond Chasselas 2019

Weinlese im Vollmondschein

Faszination Vollmond: In der Nacht von Freitag auf Samstag machten ich mich mit meinem Leseteam auf den Weg ins Schliengener Sonnenstück. Im Mondschein, unterstützt von Taschenlampen und Traktor­scheinwerfern, wurden die roten Gutedel-Trauben für den „Chasselas Vollmond“ geerntet.

„Erntemond“ hieß der dem Herbstbeginn nächste Vollmond schon zu alten Zeiten. „Das Wissen der Vorfahren ist für unsere Arbeit sehr wichtig“, so meine Worte. Deshalb achtet ich auf planetarische Konstellationen und arbeite seit vielen Jahren aus Überzeugung und aufgrund guter Erfahrungen im Weinberg wie im Keller nach dem Mondkalender: „Bei Vollmond geerntete Kräuter besitzen ihre stärkste Heilkraft. Auch meine Trauben schmecken intensiver, energiereicher.“ Dass die Erstauflage des Chasselas jüngst eine Goldmedaille beim Internationalen Bioweinpreis erreichte, bestärkt mich in dieser Ansicht.

„Das Arbeiten in der Stille und Dunkelheit der Nacht führt zu mehr Achtsamkeit“, habe ich meinem Leseteam mit auf den Weg gegeben. Das habe allerdings mit Mondscheinromantik nichts zu tun, sondern sei „knallharte Arbeit“. Jede einzelne Traube wurde von den Erntehelfern auf faule und unreife Beeren untersucht, bevor sie in den Bottich wanderte. Im Morgengrauen waren genügend Trauben für gut 1000 Flaschen „Chasselas Vollmond“ geerntet. Sie werden spontan vergoren und im kommenden Frühjahr ungefiltert abgefüllt.

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